Privatmenschen
Spuren im Internet und Vorratsdatenspeicherung Dies war das Thema eines Vortrages, den ich zusammen mit Rechtsanwältin Gudrun Winkelmann am
23. Januar auf der Veranstaltung AfterBusiNet in Bremen gehalten habe. Für Interressierte ist hier
die Präsentation abrufbar: SpurenImNetz.pdf
Ich halte diesen Vortrag gern auch auf Ihrer Veranstaltung, interressierte Schulen können
Sonderkonditionen bekommen. Emailanfrage genügt.
Anonym surfen über einen USB-Stick
Der Verein zur Förderung des öffentlichen bewegten und unbewegten Datenverkehrs e.V
in Bielefeld bietet den sogenannten PrivacyDongle zum anonymen Surfen auf der Basis von Firefox und
Tor an. Es ist die Weiterentwicklung des Programms Torpark, das inzwischen kommerziell vertrieben
wird. Bei FoeBud e.V. kann man den fertigen USB Stick für 20 Euro erwerben. Oder man lädt
sich dort die Software kostenlos herunter und installiert sie selbst auf einem Stick, mit dem man
dann spurenlos im Internet surfen kann. Schauen Sie auf die Seite des
FoeBud
Der Tipp
Worüber möchten Sie als Computernutzer Bescheid wissen? Welche Themen interessieren Sie?
Ich recherchiere für Sie kostenlos Ihr Wunschthema und stelle es unter der Rubrik Themen
zeitnah online. Email an themen@inkacom.info genügt.
Thema: Spyware
Wer sich im Internet bewegt, fängt sich früher oder später die lästigen Programme ein, die sich
"Spyware" nennen, also kurz Spione. Tatsächlich ist das immernoch das größte Problem meiner Kunden,
und daher möchte ich an dieser Stelle erklären, um was es sich bei diesen Programmen eigentlich handelt
und was sie verursachen.
- Symptome: Der Rechner wird immer langsamer, insbesondere im Internet oder beim Aufrufen
des Windows Explorers, insbesondere beim Öffnen der Ordner, in denen man vor allem Daten aus dem Internet
abspeichert, bei den meisten Usern sind das wohl die Eigenen Dateien. Oder im Internet poppen trotz Blocker
irgendwelche dämlichen Popups auf. Oder die Firewall zeigt Datenverkehr ins Internet an, obwohl man gerade
garnichts im Internet macht, Spyware kann sogar die Verbindung ins Internet eigenständig herstellen.
- Was ist Spyware genau: Spyware ist meistens Teil eines sogenannten Wirtsprogrammes,
also keine eigenständige Software. Sie sammelt auf dem infizierten Rechner Informationen über installierte
Programme, die Rechnerausstattung und Konfiguration, über die Surfgewohnheiten des Benutzers, über seine Vorlieben und
Gewohnheiten, auf dem Rechner abgespeicherte Passwörter und Benutzernamen und sendet diese Informationen an
den entsprechenden Anbieter im Internet. Gespeichert werden diese Informationen meist in grossen Datenbanken
von Werbeagenturen, Marketingfirmen, E-Commerceanbietern etc., um Werbung gezielt an die Internetnutzer zu
bringen
- Wie infiziert man den Rechner mit Spyware: Das geht leider superschnell und passiert fast immer
unbemerkt. Sie klicken auf ein Bild oder einen Link, Sie laden eine Datei oder ein Bild herunter oder Sie
installieren sich in Ihrem Browser sogenannte Toolbars, mit denen Sie schneller gewünschte Funktionen oder
Seiten aufrufen künnen. Sie installieren aus dem Netz runtergeladene Freewareprogramme, nehmen an Internetchats
teil oder shoppen. Je beliebter eine Seite im Netz ist, je häufiger sie frequentiert wird, desto größer
ist die Gefahr, sich dort Spys einzufangen.
- Was die meisten User nicht wissen: In einigen Freewareprogrammen ist in der EULA ausdrücklich
hinterlegt, Daten über den User durch entsprechende Programmfunktionen zu sammeln. Der User erklärt sich
bei Annahme der Lizenzvereinbarung damit einverstanden, er wird sogar noch darauf hingewiesen, dass diese
Softwarekomponenten nicht deinstalliert werden dürfen, weil sie zum Programm gehören. Deinstalliert der User
nun diese Komponenten trotzdem, macht er sich strafbar, wenn er die Software weiter nutzt. Da die meisten
User die EULAs nicht lesen, wissen sie hierüber nicht Bescheid.
- Was bleibt zu tun: Umsichtiges bewusstes Surfen ist eine gute Vorraussetzung, um Schaden zu
vermeiden. Aber das reicht alleine schon lange nicht mehr aus. Es gibt ein paar Grundvorraussetzungen,
ohne die man auf keinen Fall ins Internet gehen sollte. An erster Stelle steht da der regelmäßig
aktualisierte Virenscanner, der zum Teil auch Spyware erkennt. Dann gehört eine Firewall auf den Rechner,
die richtig konfiguriert, den Datenverkehr nur für Anwendungen zuläßt, die freigegeben sind. Deaktivieren Sie
Skripte in Ihrem Browser, Schädlinge in Webseiten brauchen Skripte, um ausgeführt werden zu können.
Grundsätzlich sollten Sie alle Dateien im Ordner Temporary Internet Files löschen und außerdem alle Dateien
des Temp-Ordners, da sich hier sehr gerne Viren und Spys verstecken. Ziehen Sie regelmäßig Windows-Updates
und auch die Updates für das Office-Paket. Und vergessen Sie auf gar keinen Fall eine regelmäßige Datensicherung
durchzuführen, denn im Ernstfall geht es schneller, den Rechner platt zu machen und neu zu installieren,
als tagelange Reinigungsaktionen durchzuführen. Denn nicht alle schädlichen Dateien lassen sich so einfach
entfernen, insbesondere nicht, wenn ein Virenbefall dazukommt.