Sicherheitsmanagement

Seien Sie sicher: sobald Sie mit Ihrem Rechner ins Internet gehen, sind Sie nicht mehr sicher. Kommerzielle Seitenbetreiber wollen wissen, wer da auf ihren Seiten surft, welche Interessen derjenige hat, wo er herkommt und wohin er weitersurft, und noch vieles mehr. Hier geht es um viel Geld, und so lassen sich die Seitenbetreiber eine Menge einfallen, um an die entsprechenden Informationen zu gelangen. Die Folge davon ist, dass Ihnen gezielt im Internet Werbung und Produkte angeboten werden, die speziell auf Ihr Interessenprofil zugeschnitten wurden. Der unerfreuliche Nebeneffekt ist außerdem jede Menge Datenmüll, der für diese Zwecke auf Ihrer Festplatte abgelegt wird, schauen Sie mal in die Ordner Temporary Internet Files oder Cookies, auf vielen Rechnern sind es tausend Dateien, die darin abgelegt sind. Dort können Sie dann auch gleich feststellen, welche Seiten Sie jemals besucht haben, falls Sie diese Daten nicht regelmäßig löschen. Diese Dateien werden von den Seitenbetreibern wieder ausgelesen, und so sind Sie im Netz vollkommen transparent.

Der Tipp:

Arbeitgeber, Versicherungen, Banken und noch einige mehr suchen gezielt nach Informationen über Sie im Internet um herauszubekommen, ob sich ein Geschäft mit Ihnen lohnt oder eher Schaden bringt.

Im letzten Jahr habe ich mit Rechtsanwältin Gudrun Winkelmann einen Vortrag dazu gehalten, den Sie hier als pdf herunterladen können.

Um sich zu schützen, schalten Sie Skripte im Browser ab und löschen Sie nach jeder Sitzung Cookies, Temporary Internet Files, Verlauf und Cache. Fragen Sie mich, wie das bequem und automatisch funktioniert.

Die Berichterstattung über Sicherheitslücken beim Online-Banking sind inzwischen fester Bestandteil der Medien, wie schützt man sich vor Keyloggern und gefäschten Webseiten? Die absolute Sicherheit gibt es nicht, aber man kann es Kriminellen doch sehr schwer machen, einen erfolgreichen Angriff auszuführen. Fragen Sie Ihre Bank nach dem HBCI-Verfahren. Dabei wird eine weitere Chipkarte mit einem entsprechenden Kartenleser mit Eingabetastatur verwendet. Ein Keylogger greift nur auf Ihre Computertastatur zu, er kann das externe Eingabegerät nicht erreichen, und so können Ihre Zugangsdaten nicht abgefangen werden. Leider bieten dieses Verfahren nicht viele Banken an. Aber man kann sich dennoch mit einer Software wie Star Money behelfen. Das Programm führt Transaktionen durch, ohne dass Sie die Internetseite der Bank aufrufen müssen und Transaktionen können hier genauso wie bei HBCI mit einem externen Kartenleser durchgeführt werden.

Ist Ihr Postfach dauernd mit Spam zugemüllt? Wenn Sie Ihre Emailadresse irgendwo im Internet angeben, kann diese von automatisierten Programmen ausgelesen werden. Adresshandel ist ein sehr lukratives Geschäft. Emailadressen lassen sich auch leicht erraten. Da verschickt ein Mailserver tausende von Mails mit Empfängeradressen, die von einer Software zufällig generiert wurden. Die Trefferquote ist relativ hoch, da die meisten Emailuser ihren wirklichen Namen in der Adresse haben. Bekommen Sie so eine Mail und antworten darauf, z. B. über einen Link in der Mail, durch den Sie angeblich die Zustellung weiterer Mails abbestellen können, signalisieren Sie dem Adresssammler, ja diese Adresse gibt es, die kann ich verkaufen. Insbesondere dann offenbaren Sie sich, wenn Sie es zulassen, dass der Versender eine Empfangs- oder Lesebestätigung ihres Emailprogrammes bekommt. Also stellen Sie diese Funktion lieber ab.

Benutzen Sie im Netz niemals eine Adresse, die Ihren Namen enthält, legen Sie sich Wegwerfadressen für Ihre Aktivitäten im Netz zu, auch als Geschäftsvertreter. Ihre seriöse Adresse hingegen geben Sie nur an Freunde, bzw. vertrauenswürdige Personen weiter. Bekommen Sie dann irgendwann zuviel Spam an eine der Adressen, legen Sie sich einfach eine neue zu. Eine Anleitung zur Umsetzung können Sie bei mir bekommen.